Bonny und das Leben mit ihr

Unser Engelchen Bonny 15.09.2002* / 29.10.2016 +

Für immer in unserem Herzen und unvergessen!

Es war im Oktober 2002, als wir von guten Bekannten am Abend Besuch bekamen. Sie hatten eine Tragetasche dabei und da bewegte sich etwas darin. Dann öffneten sie die Tragetasche und heraus kam, ein kleines süsses Kätzchen, das etwa vier Wochen alt war.Weil unser Engelchen Sissi schon immer von Kätzchen sich angezogen fühlte, wollten wir ihr immer eines besorgen, doch es ergab sich nie diese Gelegenheit und das sollte sich von nun an ändern. Sie war fastziniert von dem kleinen Kätzchen und schloss es sofort in ihr Herz.
Unser Engelchen Sissi übernahm sofort die Mutterrolle. Sie leckte ihr übers Gesichtchen und fing sofort an, es zu bemuttern. Das kleine süsse Babykätzchen nahm Sissi sofort als ihre Mutter an. Dann bemerkten wir, das es irgend wie beim laufen etwas Schwierigkeiten hatte und unsere Bekannten, meinten, sie sei bestimmt irgend wo herunter gesprungen und hätte sehr wahrscheinlich nur eine leichte Zerrung. Danach gingen sie nach Hause und ließen das Kätzchen einfach bei uns. Jetzt hatten wir ein Problem, wir hatten unseren Urlaub gebucht und der war schon in 8 Tagen.Das kleine Kätzchen war ja noch nicht Stubenrein, also nimmt keine Pension sie auf. Doch dieses Problem löste sich von selbst.
Es war schon sehr spät an diesem Abend und meine Nichte Andrea war auch noch bei uns. Plötzlich sagte sie, ich glaube das Kätzchen hat Flöhe. Sofort gingen alle Alarmglocken an. Ich nahm sofort Sissi und badete sie und behandelte sie sofort mit Flohspray usw. Dann brachte ich Sissi in ein anderes Zimmer, so das sie keinen Kontakt mit dem Kätzchen mehr hatte. Danach untersuchten wir das Kätzchen und sie war wirklich voll mit Flöhen. Wir gingen ins Bad und ich behandelte auch sie sofort. Dann entdeckten wir das sie im Genitalbereich voll Eiter war. Ich säuberte alles und schnitt mit der Schere ihre Haare total ab im Genitalbereich. Dann als alles sauber war, machte ich ihr Penatenpuder darauf und so verbrachte sie die erste Nacht, getrennt von Sissi bei uns. Am nächsten Tag gingen wir gleich mit ihr zur Tierärztin.Sie sprach ein Lob aus, das ich alles richtig gemacht hätte und mit dem Penatenpuder war auch sehr gut gewesen.
Sie untersuchte sie und sagte, das sie innerliche Verletzungen hatte. Sie zog schon eine Einschlafspritze auf und wir fragten was das ist. Damit waren wir nicht einverstanden und so bekam sie Antibiotika gespritzt. Die Ärztin sagte, wenn es anschlägt ist es gut, andernfals müsse sie die Kleine einschläfern. Zwei Tage später mussten wir wieder hin. Das Antibiotika hat nicht angeschlagen und wir sagten, das wir eine zweite Meinung einholen wollen. Gesagt, getan wir gingen in Osthofen zu einer anderen Tierärztin. Erzählten ihr was die Ärztin gespritzt hat und auch gesagt hat. Daraufhin sagte sie, wir probieren ein anderes Antibiotika aus, aber wenn das auch nicht helfen sollte, müssten wir sie dann letzendlich doch einschläfern. Aber wir hatten Glück und das Antibiotika schlug an. Jetzt hatte sie eine Chance durch zu kommen. Ein paar Wochen später fing sie an im Genitalbereich zu bluten. Wir fuhren nach Bürstadt in eine Tierklinik. Dort wurde sie geröngt und der Chefarzt sagte uns das das Käztchen an eine Wand geworfen wurde. Die Wirbel waren verschoben.Irgend jemand hatte das kleine Kätzchen einfach wie Dreck weg geworfen. Wir sind keine Menschen, die das kalt lässt und drüber hinweg sehen können. Der Chefarzt operierte sie und sie bekam eine Totaloperation gemacht, das war notwendig, weil die Gebärmutter durch den Wandwurf abgerissen war. An den Wirbel wurde nichts verändert, weil sie ja noch im Wachstum war. Der Chefarzt klärte uns gut auf und sagte, es könne sein, das sie etwas behindert laufen könnte, wenn sie größer wird, doch das störte weder das Kätzchen noch uns. Wichtig war sie hatte keine Schmerzen und hatte es geschafft am Leben zu bleiben. Nun bekam sie endlich ihren Namen. Es lief damals der Film vom Winde verweht und da war eine kleine Bonny zur Welt gekommen und von diesem Augenblick stand fest, das ihr Name " BONNY " war. Bonny war ein aufgewecktes liebenswertes goldiges Kätzchen und war sehr, sehr dankbar, das wir ihr das Leben geschenkt haben.Ob Sandy, Susi, Sissi, Bonny, Bobby, Arno, Mitzi, Pifge und alle unsere anderen Engelchen, sie sind immer der Mittelpunkt unserer Familie gewesen und sind immer mit einbezogen worden.Für unsere Familie ist das völlig normal, sie gehörten zu unserer Familie.
Mit unserem Urlaub hat sich alles von alleine gelöst. Beim Tierarzt war im Warteraum eine junge Frau und ihre Mutter, auch mit einer Katze. Sie war von Bonny gleich angetan und Georg erzählte ihnen, wie wir zu diesem Kätzchen gekommen sind und das wir nun unser Urlaub von acht Tagen absagen wollten. Daraufhin sagte sie, nein ich nehme ihr Kätzchen so lange sie in Urlaub sind. Georg fuhr mit meinem Bruder Walter hin um sich auch zu überzeugen, das es Bonny dort gut hat. Sie hatte insgesamt fünf Katzen und die verstanden sich gut mit Bonny. So kam es das sie jedes mal wenn wir für acht Tage in Urlaub fuhren Bonny zu sich nahm. Wir bezahlten ihr von uns aus 100 Euro und ich gab einen ganzen Korb voll mit Futter zu ihr, das auch ihre Katzen nutzen konnten. Bonny hatte von ihrem schlimmen Schicksal eine chronische Blasenentzündung davon getragen. Aber das war alles kein Problem, denn Sissi ihre Mama lernte sie auf das Katzenklo zu gehen. Sie zog sie am Beinchen bis zum Katzenklo und schupste sie hinein, bis sie es selbst benutzte. Bonny versuchte auch bei Sissi zu trinken, Sissi ließ es zu, doch ich habe das unterbunden, weil Sissi ja keine Milch hatte und Bonny nuckelte so, das sie fast blutete. Ich fütterte sie dann mit einer Flasche und mit Milch und damit gab sie sich zufrieden.
Wenn das Wetter umschlug hatte sie Schmerzen im Kreuz und wir gingen dann sofort zum Tierarzt. Dann bekam sie jedes mal eine Antibiotikaspritze und eine Schmerzspritze und alles war wieder gut. Nun muss ich dazu sagen, das sie im laufe der Jahre viel Antibiotika und Schmerzmittel bekommen hat. Ihre Behinderung hatte sie von klein auf und kannte es gar nicht anders. Sie war wie jede andere Katze auch, nur konnte sie nicht so hoch springen. Im Frühjahr und im Sommer war sie von Morgens bis Abends im Hof, das war ihr Reich, sie konnte rein und raus wie sie es wollte und war ein glückliches Kätzchen. Als sie in die Flegeljahre kam, war es wie bei einem klein Kind. Die Mama Sissi wurde geärgert, geneckt , liebkost und sie schlief oft in Sissis Umarmung ein.Sissi war eine sehr gute Mama und hat alles geduldet und über sich ergehen lassen. Sissi war von klein auf auch sehr sauber und benutzte auch schon immer das Katzenklo.
Die Beiden waren ein Herz und eine Seele. Wir hatten so viel Spass zusammen und es gab immer etwas zum Lachen. Egal wo wir hin gingen, ob zu Karl-Heinz oder Walter, Bonny war oft mit Sissi dabei. Sie gehörten Beide zur Familie. Sabrina die lange Bonny genommen hatte, wenn wir in Urlaub fuhren, bekam ein Baby und zog weiter weg. Trotzdem wollte sie Bonny weiter in Pflege nehmen, doch wir sagten dann nein. Erstens war es zu weit weg und zweitens hatte sie genug mit ihren Katzen und mit dem neugeborenen Baby zu tun. Aber wir fanden einen sehr guten Ersatz, in einer Pension. Da blühte Bonny richtig auf und war, wie man so schön sagt der Hahn im Korb. Sie wurde sehr verwöhnt und genoss das auch richtig. In der Pension war Fußbodenheizung und das war sehr gut für Bonny. Wir haben keine Minute bereut, das wir sie behalten haben. Als Sissi verstarb duch eine falsche Diagnose, trauerte Bonny sehr, sehr lange.
Als wir dann Sternchen Stella zu uns nahmen, hatte sie es anfangs schwer sie an zu nehmen. Doch mit der Zeit legte sich das und sie verstanden sich ganz gut. Stella war ja noch ein kleines Hundebaby, zwar etwas dominant, aber die Beiden haben sich zusammen gerauft. Bei ihnen war es wie bei Geschwistern, sie ärgerten sich und liebkosten sich. Wir hatten immer sehr viel Spass nur zu zu sehen. Ich konnte Bonny von klein an daran gewöhnen, das sie gebadet wurde und schnitt ihre Krallchen selbst. Sie war auch ein ganz besonders außergewöhnliches Kätzchen und hörte aufs Wort. Wenn wir sie riefen kam sie zu uns. Wenn wir zu Stella sagten hol mal Bonny rein, so machte sie das. Sie lief neben ihr wie ein Trainer, bis sie in ihrem Körbchen war. Bonny fauchte dann mal, aber rannte schön neben ihr her. Bonnys Geburtag war für uns am: 15.09.2002 der Tag, an dem sie zu uns kam und für immer blieb!
14 Jahre und einen Monat haben wir mit ihr verbringen dürfen und sind darüber sehr dankbar.So ein tapferes Kätzchen, so eine Kämpfernatur gibt es nicht noch einmal. Sie war etwas ganz Besonderes!!!!
Am Samstag,den 29.10.2016 ist sie leider für immer eingeschlafen. Sie hatte Nierenversagen und alles ging so furchtbar schnell. Wir können mit aller Sicherheit sagen, das sie ganz friedlich und ohne Schmerzen eingeschlafen ist. Es tut sehr weh, ohne sie zu sein und sie fehlt uns unbeschreiblich, dennoch wissen wir das sie jetzt bei ihrer geliebten Mama Sissi, bei Karl-Heinz und bei all unseren anderen lieben Engel ist. Irgend wann werden wir alle wieder zusammen sein, sie ist nur voraus gegangen. Sie weiss, wie sehr wir sie vermissen und auch Stella ist sehr in sich gekehrt und sehr traurig. Unendlich geliebt und unendlich vermisst und wir werden unsere kleine Bonny niemals vergessen. Unsere Tiere gehören zu unserer Familie und sind ein Teil davon, sie sind unsere Kinder und werden es immer bleiben. Sie sind es uns Wert das man sie nie vergisst und ihnen gedenkt.
In Liebe bis in die Ewigkeit von tiefen Herzen
Georg, Lisa und Sternchen Stella und unsere ganze Familie*

*Gedicht für unsere kleine tapfere Bonny*
Als wir dich bekamen, warst du noch sehr klein,
grad vier Wochen alt, wir holten dich zu uns heim.
Es war Liebe auf den ersten Blick,
jeder Tag brachte uns Momente des Glücks.

Du hast uns verzaubert und so viel Freude gegeben,
uns so viele Jahre begleitet durchs Leben.
Dein Fell war so seidig und weich,
dein Blick, so lieb und zärtlich zugleich.

Dein Schnurren, wie Musik in unseren Ohren,
wir werden es wohl nie mehr hören.
Deine Pfoten so sanft, so zart und leise,
berührten uns oft auf ganz besondere Weise.

So viel Liebe hast du uns gegeben,
du warst die Sonne in unserem Leben.
Deine Lieblingsplätze sind nun leer,
kein Schnurren und Miauen mehr.

So viele Spuren gibt’s noch von dir,
grad so, als wärst du noch immer hier.
Wir hielten dich in unseren Armen
bis dein Herz aufhörte zu schlagen.

Der Abschied fiel so unendlich schwer,
denn wir gaben unser Liebstes her.
Immer, wenn wir von dir erzählen,
fallen Sonnenstrahlen in unsere Seelen.

Unsere Herzen halten dich gefangen,
als wärst du nie von uns gegangen.
Was bleibt, sind Liebe und Erinnerung!

Wir werden unseren Liebling Bonny
die soviel Sonne in unser Leben gebracht hat,
nie vergessen.

Geschrieben von Rena Schachn

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