Meine Gedanken, der Brief

Der Brief an dich,meine Zeit mit dir.
Wir Beide,haben fast dein ganzes Leben miteinander verbracht.
Wir waren immer für einander da.
Mir ist als ob ein Teil an meiner Seite mir weggenommen wurde.
Wir teilten so vieles miteinander,das uns tief verbindet.
Ich hatte immer das Gefühl,ich müsste auf dich aufpassen.
Es vergeht keinen Tag und keine Nacht,in dem du nicht in meinen Gedanken bist.Der Schmerz ist so unbeschreiblich,du fehlst mir so sehr.Ich habe für dich vor längerer Zeit eine CD zusammen gestellt,die dir ganz alleine gewidmet ist.
Diese Lieder sind Botschaften für die Seele.Sie bringen die Seele zum fühlen und bringen ein Hauch von Melancholie und Wehmut in mein Herz.Sie sollen dir sagen wie sehr ich dich vermisse.Ich glaube das es irgend etwas nach dem Tod gibt, ich weiß nicht ob du mich hören oder sehen kannst,sind es Energien, die aus einer anderen Welt bei uns bleiben,kannst du uns wahrnehmen, das sind Fragen, die leider solange offen bleiben, bis wir sie selbst irgendwann einmal beantworten können.
Ich weiß nur,ich glaube gerne daran,denn das gibt mir das Gefühl, das du nicht so weit weg bist.


Das ist ein kleiner Trost,wenn ich dich auch nicht sehen kann.Unseren lieben Gott kann man auch nicht sehen,aber Millionen von Menschen glauben an ihn und beten zu ihm.
Daran halte ich mich fest,solange ich lebe, denn dieser Glauben macht das Leben etwas erträglicher und man kann mit dem Tod lernen besser um zu gehen.
Wir BEIDE führten einmal ein Gespräch über das Leben nach dem Tod und da waren wir einer Meinung.


Wieviel Schmerz muss ein Mensch aus halten können, wie viele Kinder werden qualvoll missbraucht und ermordet,wie viele Menschen sterben, ob jung oder alt und wie viele Menschen suchen in ihrer Verzweiflung den Freitod.
Für all diese Menschen, bleiben deren Angehörigen immer eines
gleich und das ist die tiefe Trauer, die wir fühlen und bewältigen müssen.
Dann kommt die Frage nach dem warum, warum lässt unser Herrgott das zu.So viel Leid gerade das Kindern angetan wird, aber dieses Leid geht von Menschenhand aus und da hat unser Herrgott keine Hand darüber, sonst würde er dies bestimmt zu verhindern wissen. So bleibt ihm nur noch die Qualen und das Leid schnell zu beenden,in dem er diesen erlöst mit dem Tod.


Er fängt nur die sterbenden Seelen auf und bringt sie in eine bessere Welt, eine Welt in der Ewigkeit.Dort wo es keine Qualen, kein Leid keine Schmerzen und kein Verbrechen gibt, kein Neid und keine Eifersucht, nur sehr wahrscheinlich ein glückliches,zufriedenes und zeitloses Dasein.


Aber wie auch immer,es ist und bleibt für die Hinterbliebenen
nur ein kleiner Trost, an dem ich mich festhalte, wie so viele andere Menschen auch.Was bleibt uns sonst übrig, wenn wir diesen Glauben verlieren würden.
Wie einzigartig und kostbar ein Mensch ist, merken viele erst, wenn "ER" nicht mehr da ist.


Man nimmt das Leben mit seinen Mitmenschen so bedeutungslos manchmal dahin,dabei vergisst man, den Tod der mit einem Schlag alles zunichte machen kann.
Viele Menschen müssen noch lernen, das ein Miteinander viel besser ist als ein Gegeneinander.Aber das sollte jeder für sich selbst entscheiden,es kommt sicher nicht darauf an, was der Eine oder Andere besitzt,es kommt einzig und alleine auf den Menschen an,auf seine inneren Werte und sonst gar nichts.
Ich bin unendlich froh darüber und sehr dankbar,das ich dich als Bruder habe, das wir uns im Leben schon sagten,das der Eine den Anderen sehr lieb hat,das wir für einander da waren,wenn es notwendig war und das der Eine sich auf den Anderen verlassen konnte.


Wir teilten wirklich Freude, Leid,Tränen und Lachen mit einander und gerade das ist es was uns Beide für immer verbinden wird
Du möchtest das ich neben Susi für dein Sinchen da sein soll,so wie ich immer auf dich aufgepasst habe.Das werde ich, ich werde dein Sinchen nicht im Stich lassen,sollte sie jemals Hilfe brauchen, werden Georg und ich für sie da sein, das versprechen wir dir beide.


Ich möchte das du deine ewige Ruhe findest und trotzdem bei uns bist.

Was mich etwas beruhigt ist, das du jetzt keine Schmerzen mehr hast.Du befindest dich jetzt in dem Licht, von dem so viele Menschen schon einmal von Todeserlebnissen berichtet haben.Es soll ein wunderschönes warmes Licht sein und alle die sich dort befinden, würden gar nicht mehr zurück wollen.Ich wünsche mir so sehr, das du trotzdem irgend wie immer noch bei uns bist,das wir deine Nähe spüren und das du uns nicht ganz alleine einfach so zurück gelassen hast...

In ewiger Liebe Lisa

Lieber Karl-Heinz, als du in der Klinik in Kaiserslautern lagst, habe ich von einer Freundin als Trost ein Märchen für Erwachsene , mit einem kleinen Zettel , wo darauf stand: Alles wird gut werden! bekommen.

Das Märchen von der traurigen Traurigkeit


Es war eine kleine Frau, die den staubigen Feldweg entlang kam.Sie war wohl schon recht alt, doch ihr Gang war leicht und ihr Lächeln hatte den frischen Glanz eines unbekümmerten Mädchens. Bei der zusammengekauerten Gestalt blieb sie stehen und sah hinunter. Sie konnte nicht viel erkennen.
Das Wesen, das da im Staub des Weges saß, schien fast körperlos. Es erinnerte an eine graue Flanelldecke mit menschlichen Konturen. Die kleine Frau bückte sich ein wenig und fragte: " Wer bist du ? " Zwei fast leblose Augen blickten müde auf. " Ich ? Ich bin die Traurigkeit " , flüsterte die Stimme stockend und so leise , dass sie kaum zu hören war. " Ach die Traurigkeit! " rief die kleine Frau erfreut aus, als würde sie eine alte Bekannte begrüßen. " Du kennst mich? " fragte die Traurigkeit misstrauisch. " Natürlich kenne ich dich! Immer wieder einmal hast du mich ein Stück des Weges begleitet." "Ja aber...", argwöhnte die Traurigkeit, " warum flüchtest du nicht vor mir? Hast du denn keine Angst?" " Warum sollte ich vor dir davon laufen, meine Liebe? Du weißt doch selbst nur zu gut, dass du jeden Flüchtigen einholst. Aber, was ich dich fragen will: Warum siehst du so mutlos aus?" " Ich ....ich bin traurig", antwortet die graue Gestalt mit brüchiger Stimme. Die kleine, alte Frau setzte sich zu ihr. " Traurig bist du also", sagte sie und nickte verständnisvoll mit dem Kopf." Erzähl mir doch,was dich so bedrückt." Die Traurigkeit seufzte tief. Sollte ihr diesesmal wirklich jemand zuhören wollen? Wie oft hatte sie sich das schon gewünscht." Ach, weißt du", begann sie zögernd und äußerst verwundert, " es ist so, dass mich einfach niemand mag. Es ist nun mal meine Bestimmung, unter die Menschen zu gehen und für eine gewisse Zeit bei ihnen zuverweilen. Aber wenn ich zu ihnen komme, schrecken sie zurück. Sie fürchten sich vor mir und meiden mich wie die Pest." Die Traurigkeit schluckte schwer. " Sie sagen: Papperlapapp, das Leben ist heiter. Und ihr falsches Lachen führt zu Magenkrämpfen und Atemnot. Sie sagen: Gelobt sei, was hart macht. Und dann bekommen sie Herzschmerzen. Sie sagen: Man muss sich nur zusammenreißen. Und sie spüren das Reißen in den Schultern und im Rücken.Sie sagen: Nur Schwächlinge weinen. Und die aufgestauten Tränen sprengen fast ihre Köpfe. Oder aber sie betäuben sich mit Alkohol und Drogen, damit sie mich nicht fühlen müssen." " Oh ja", bestätigt die alte Frau," solche Menschen sind mir schon oft begegnet." Die Traurigkeit sank noch ein wenig mehr in sich zusammen." Und dabei will ich den Menschen doch nur helfen. Wenn ich ganz nah bei ihnen bin, können sie sich selbst begegnen. Ich helfe ihnen, ein Nest zu bauen, um ihre Wunden zu pflegen. Wer traurig ist, hat eine besonders dünne Haut.Manches Leid bricht wieder auf, wie eine schlecht verheilte Wunde und das tut sehr weh. Aber nur, wer die Trauer zulässt und all die ungeweinten Tränen weint, kann seine Wunden wirklich heilen. Doch die Menschen wollen gar nicht, dass ich ihnen dabei helfe. Statt dessen schminken sie sich ein grelles Lachen über ihre Narben. Oder sie legen sich einen dicken Panzer aus Bitterkeit zu. " Die Traurigkeit schwieg. Ihr weinen war erst schwach, dann stärker und schließlich ganz verzweifelt. Die kleine , alte Frau nahm die zusammengesunkene Gestalt tröstend in die Arme. Wie weich und sanft sie sich anfühlt, dachte sie und streichelte zärtlich das zitternde Bündel."Weine nur, Traurigkeit", flüstert sie liebevoll. " Ruh dich aus, damit du wieder Kraft sammeln kannst. Du sollst von nun an nicht mehr alleine wandern. Ich werde dich begleiten, damit die Mutlosigkeit nicht noch mehr an Macht gewinnt." Die Traurigkeit hörte auf zu weinen. Sie richte sich auf und betrachte erstaunt ihre neue Gefährtin: " Aber...aber - wer bist eigentlich du?" " Ich?" sagte die kleine, alte Frau schmunzelnd, und dann lächelte sie wieder so unbekümmert wie ein kleines Mädchen," Ich bin die Hoffnung."

Ja lieber Karl-Heinz das ist das Märchen von der traurigen Traurigkeit für Erwachsene.
Die Hoffnung bis zum bitteren Ende gehabt und dann ist sie gegangen und nicht wieder gekommen, wer geblieben ist und nie mehr geht ist die Traurigkeit. Sie wird mich nun ein lebenlang begleiten und wenn eines Tages meine Stunde kommt, kommt mit ihr die Hoffnung zurück, dass ich dich dann bald in meine Arme nehmen kann und das wir dann für immer und ewig zusammen sein werden.

Die Geschichte von der sehr, sehr alten Seele
Es war einmal eine sehr, sehr alte Seele, die sehr, sehr viele Menschenleben auf der Erde gelebt hatte
und deren Dasein als Seele jetzt ebenfalls fast zu Ende war, ja bald würde sie mit der EWIGKEIT verschmelzen und ein Teil davon werden.Im Augenblick saß die alte Seele in der Leere zwischen ihren letzten Menschenleben und ihre künftige Verschmelzung und fühlte sich ein wenig einsam.
Ihre besten Freunde waren auf und davon, die alte Seele konnte sie unten auf der Erde sehen, wie jede von ihnen einen Menschen mit Eifer, Neugier und Staunen und den verschiedensten Gedanken erfüllte.
Ich will dorthin, sagte die alte Seele. Ich habe immer noch eine ordentliche Portion Freude übrig.
Ich will dorthin und sie ihnen schenken. Aber die Zeit, die dir vor der Verschmelzung noch bleibt, ist so kurz, warnte der Wächter. Natürlich kannst du ihnen Freude schenken, aber wenn du nur so kurze Zeit bei ihnen bleibst, schenkst du ihnen zugleich eine große Trauer, wenn du sie verlässt.
Ich weiß sagt die alte Seele. Aber ich will es trotzdem.
Ich will ihnen soviel Freude schenken, dass sie ihnen danach über die Trauer hinweg hilft.
Dann soll es so sein, wie du es willst, sagte der Wächter und schickte die sehr, sehr alte Seele los.
Daraufhin bekam ein Mann und eine Frau auf Erden ein Kind, dass sie sich schon lange gewünscht hatten.
Es war ein allerliebstes Kind, dass ihnen von Tag seiner Geburt an Freude bereitete, jene ungetrübte Freude, die die Menschen empfinden, wenn ihre Seelen einander begegnen und sich voller Entzücken aus der EWIGKEIT wieder erkennen.
Aber bleibt dir nicht nur sehr wenig Zeit?
Flüstert die Seele der Mutter der alten Seele in dem kleinen Mädchen zu.
Die Zeit ist kurz, aber die Freude ist groß, antwortet die sehr alte Seele.
Und obwohl die Mutter dieses Gespräch nicht hörte, weckte das Geflüster eine ahnungslose Unruhe in ihr, einen Hauch des Wissens, dass wir nichts auf Erden besitzen, einer den anderen nicht und nicht einmal uns selbst. Alles wird uns schließlich genommen werden, alles was wir mit uns tragen, alle Liebe um uns herum, schließlich auch unser Leben und unseren Körper. Aber das Mädchen wuchs heran, und die Freude die sie verbreitet war so groß, dass die Mutter diesen Gedanken wieder vergaß.
Und der Vater freute sich ebenfalls. Ja, die sehr, sehr alte Seele durfte ihre letzte Zeit genau so verbringen, wie sie es sich gewünscht hatte.
Aber die Zeit war kurz, auch nach menschlichem Maß war sie kurz, und der Augenblick kam, da die Verschmelzung stattfinden würde.
Die sehr, sehr alte Seele erhielt den Ruf, dass sie sich unverzüglich zur Zeremonie einfinden solle, und musste gehorchen. Für die Menschen sah es so aus, als hätte ein plötzlicher Tod das Mädchen ereilt.
Ihre Trauer war maßlos, genau wie der Wächter es vorhergesagt hatte. Aber da alle Erinnerungen an das Kind nur Freude und nichts als Freude waren, konnten sie ihre Trauer ertragen, genau wie die sehr alte Seele es vorhergesagt hatte.
Und wo man früher die sehr, sehr alten Seelen ihr letztes Häppchen Zeit einfach in die Leere hatte absitzen lassen, bürgerte sich von nun an in die EWIGKEIT die Sitte ein, dass die alten Seelen zu Menschen, die sie brauchen, geschickt wurden, um ihnen ihre letzte große Freude zu schenken.
Die Freude gibt den Menschen die Kraft, die anschließende Trauer, die allmählich in etwas gutes zu verwandeln!
" Auszug aus dem Buch: Du fehlst mir, du fehlst mir. Von Peter Pohl und Kinna Gieth "

Das Leben ist wie eine Reise im Zug! und das Leben geht weiter!


Vor einiger Zeit las ich etwas, wo das Leben mit einer Zugreise verglichen
wurde…
Das Leben ist wie eine Reise im Zug:
Man steigt oft ein und aus, es gibt Unfälle, bei manchen Aufenthalten angenehme
Überraschungen und tiefe Traurigkeit bei anderen.
Wenn wir geboren werden und in den Zug einsteigen, treffen wir Menschen, von
denen wir glauben, dass sie uns während unserer ganzen Reise begleiten werden:
unsere Eltern. Leider ist die Wahrheit eine andere.
Sie steigen bei einer Station aus und lassen uns ohne ihre Liebe und Zuneigung,
ohne ihre Freundschaft und Gesellschaft zurück.
Allerdings steigen andere Personen, die für uns sehr wichtig werden, in den Zug
ein.
Es sind unsere Geschwister, unsere Freunde und diese wunderbaren Menschen, die
wir lieben.
Manche dieser Personen die einsteigen, betrachten die Reise als kleinen
Spaziergang. Andere finden nur Traurigkeit auf ihrer Reise.
Und es gibt wieder andere im Zug, die immer da und bereit sind, denen zu helfen,
die es brauchen. Manche hinterlassen beim Aussteigen eine immerwährende
Sehnsucht… Manche steigen ein, und wieder aus, und wir haben sie kaum bemerkt.
Es erstaunt uns, dass manche der Passagiere, die wir am liebsten haben, sich in
einen anderen Wagon setzen und uns die Reise in diesem Abschnitt alleine machen
lassen.
Selbstverständlich lassen wir uns nicht davon abhalten, die Mühe auf uns zu
nehmen, sie zu suchen und uns zu ihrem Wagon durchzukämpfen.
Leider können wir uns manchmal nicht zu ihnen setzen, da der Platz an ihrer
Seite schon besetzt ist. Macht nichts, so ist die Reise: voll von
Herausforderungen, Träumen, Fantasien, Hoffnungen und Abschieden…….aber ohne
Rückkehr.
Also, machen wir die Reise auf die bestmögliche Weise. Versuchen wir mit unseren
Mitreisenden gut auszukommen, und suchen wir das Beste in jedem von ihnen…
Erinnern wir uns daran, dass in jedem Abschnitt der Strecke einer der Gefährten
schwanken kann und möglicherweise unser Verständnis braucht. Auch wir werden
öfter schwanken und es wird jemanden geben, der uns versteht.
Das große Mysterium der Reise ist, dass wir nicht wissen, wann wir endgültig
aussteigen werden und genauso wenig wann unsere Mitreisenden aussteigen werden,
nicht einmal der, der gleich neben uns sitzt.
Ich glaube, ich werde wehmütig sein, wenn ich aus dem Zug für immer aussteige…..
Ja, das glaube ich.
Die Trennung von einigen Freunden, die ich während der Reise traf, wird
schmerzhaft sein. Meine Liebsten allein zu lassen, wird sehr traurig sein. Aber
ich habe die Hoffnung, dass irgendwann der Zentralbahnhof kommt, und ich habe
das Gefühl, sie ankommen zu sehen, mit Gepäck, das sie beim Einsteigen noch
nicht hatten.
Was mich glücklich machen wird, ist der Gedanke, dass ich mitgeholfen habe ihr
Gepäck zu vermehren und wertvoller zu machen.
Ihr meine Freunde, schauen wir darauf, dass wir eine gute Reise haben und dass
sich am Ende die Mühe gelohnt hat. Versuchen wir, dass wir beim Aussteigen einen
leeren Sitz zurücklassen, der Sehnsucht und schöne Erinnerungen bei den
Weiterreisenden hinterlässt.
Denen, die Teil meines Zuges sind, wünsche ich eine gute Reise!


Das schönste Herz

Eines Tages stand ein Mann mitten in der Stadt und erklärte, dass er das schönste Herz im ganzen Tal habe .Eine große Menschenmenge versammelte sich, und sie alle bewunderten sein Herz, denn es war perfekt. Es gab keinen Fleck oder Fehler in ihm.
Ja sie alle gaben ihm Recht, es war wirklich das schönste Herz, dass sie je gesehen haben.
Der junge Mann war sehr stolz und prahlte noch lauter über sein schönstes Herz.
Plötzlich tauchte ein alter Mann vor der Menge auf und sagte: Nun dein Herz ist nicht mal annähernd so schön, wie meines .Die Menschenmenge und der junge Mann schauten das Herz des alten Mannes an .Es schlug kräftig ,aber es war voller Narben, es hatte Stellen wo Stücke entfernt und durch andere ersetzt worden waren.
Aber sie passten nicht richtig, und es gab einige ausgefranste Ecken , genauer gesagt,
an einigen Stellen waren tiefe Furchen, wo ganze Teile fehlten.
Die Leute starten ihn an: wie kann er behaupten, sein Herz sei schöner, dachten sie?
Der junge Mann schaute auf des alten Mannes Herz, sah dessen Zustand und lachte:
Du musst scherzen sagte er, dein Herz mit meinem zu vergleichen.
Meines ist perfekt und deines ist ein Durcheinander aus Narben und Tränen.
Ja sagte der alte Mann, deines sieht perfekt aus, aber ich würde niemals mit dir tauschen.
Jede Narbe steht für einen Menschen, dem ich meine Liebe gegeben habe. Ich reiße ein Stück
meines Herzens heraus und gebe es ihnen und oft geben sie mir ein Stück ihres Herzens, das in die Stelle meines Herzens passt. Aber weil die Stücke nicht genau sind, habe ich einige raue Kanten, die ich sehr schätze, denn sie erinnern mich an die Liebe die wir teilten.
Manchmal habe ich auch ein Stück meines Herzens gegeben, ohne das der andere ein Stück,
seines Herzens zurückgegeben hat .Das sind die leeren Furchen.
Liebe geben heißt manchmal auch ein Risiko einzugehen. Auch wenn diese Furchen schmerzhaft sind, bleiben sie offen und auch sie erinnern mich an die Liebe, die ich für diese Menschen empfinde..... und ich hoffe, dass sie eines Tages zurückkehren und den Platz ausfüllen werden.
Erkennst du jetzt was wahre Schönheit ist?
Der junge Mann stand still da und Tränen rannen über seine Wangen. Er ging auf den alten Mann zu, griff nach seinem perfekten jungen und schönen Herzen und riss ein Stück heraus.
Er bot es dem alten Mann mit zitternden Händen an.
Der alte Mann nahm das Angebot an, und setzte es in sein Herz.
Er nahm dann ein Stück seines alten Herzens und füllte die Wunde in des jungen Mannes Herzen. Es passte nicht perfekt, da es ausgefranste Ränder hatte.
Der junge Mann sah sein Herz an, nicht mehr perfekt, aber schöner als je zuvor, denn er spürte die Liebe des alten Mannes in sein Herz fließen.
Sie umarmten sich und gingen Seite an Seite, gemeinsam des Weges.


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