Der erste Schnee

In der Nacht zum 5 Januar,bis in den Tag hinein hat es geschneit.Zum allerersten

mal,ist dein Grab mit Schnee bedeckt.Nun waren schon alle vier Jahreszeiten da,an

denen du nicht mehr teilnehmen konntest.

Der 29 April kommt uns vor,als ob er gestern war, wo ist die Zeit geblieben.Immer

wieder kommen Erinnerungen in den Sinn.

Dann spürt man die Vertrautheit,deine Nähe und deine Wärme und gleichzeitig kommt

das Heimweh nach dir.es sind Momente

gemischt von Glück, aber auch von Wehmut.Heimweh nach einem

geliebten Menschen,mit dem man aufgewachsen ist,mit dem man

Freude und Leid einmal teilte.

Selbst der Tod,kann das Band der Verwurzlung nicht trennen.

Du bist immer bei uns, in unserem Leben und in unseren Gedanken und manchmal

spüren wir deine Energie und das wird sich niemals ändern, wir haben dich mit unserem

ganzen Herzen sehr lieb und du bist ein Teil von uns.

Erinnerungen an die Winterzeit mit Karl-Heinz


Karl-Heinz und ich liebten den Schnee als Kinder schon sehr. Wir hatten einen uralten Holzschlitten und mit diesem sind wir an unseren Schulhof rodeln gegangen.Der Schulhof hatte früher neben den Treppen einen lang gezogenen Hang und dieser war gerade zu ideal zum Rodeln.
Wir freuten uns schon wenn wir wach wurden und sahen, dass es geschneit hatte und wenn dann noch Ferien waren, waren wir die ganze Zeit von morgens bis abends nur draußen.Da konnte es noch so kalt sein, aber wenn es geschneit hatte, hielt uns das nicht davon ab.
Wenn wir wieder nach Hause kamen, waren unsere Gesichter und Hände total rot und durch gefroren, aber das machte uns nichts aus, am nächsten Tag gingen wir wieder in den Schnee.Bei uns vor dem Elternhaus im Hof, bauten wir einen Schneemann.Die Augen waren aus Kohlen und die Nase war eine Karotte
dann machten wir ihm noch eine Knopfleiste mit Kohlen,dass es aussah,als hätte er eine Jacke an und setzten ihm einen ausrangierten Kochtopf als Hut auf den Kopf.Manchmal hatten wir Glück und es blieb so kalt, dass er Tagelang stehen blieb.Doch wenn dann die Sonne wieder schien und er schmälste dahin, waren wir traurig.Und wenn es im nächsten Winter wieder geschneit hatte, bauten wir wieder einen.
Oder wenn wir Schneeballschlachten gemacht hatten, manchmal waren die Schneebälle so gefroren, dass es beinah schon gefährlich war sie zu werfen.Unser Bruder Walter hatte einmal so einen Eisballen auf sein Auge bekommen, es war geschwollen und hatte alle Farben.
Wenn es dann an Weihnachten noch geschneit hatte, war das für uns am schönsten.Selbst als wir Erwachsen waren zog es uns noch in den Schnee,
dann machten wir gleich einen Spatziergang. Bei jedem Schritt knirschte es und wenn das Licht der Straßenlaternen darauf schien, klitzerte er in kleinste Kristallen und fühlten uns ringsherum wohl.Und wenn es heute anfängt zu schneien, ist es vielleicht einen Gruß von Karl-Heinz, aber dieses Glücksgefühl kommt nicht wieder zurück, wie es einmal war.Im Gegenteil es macht mich noch trauriger, weil diese schöne Zeit nie mehr wieder kommt.

Der erste Schnee 2010, ohne unser Engelchen Sissi



Der erste Schnee liegt nun auch auf deinem kleinen Gräbchen kleines Engelchen. Wie gerne sind wir durch den Schlosspark spaziert, wenn es so schön geschneit hatte.Alles nur noch schöne und schmerzliche Erinnerungen.Wenn du mit Karl-Heinz von dort oben auf uns herab siehst, siehst du nur Tränen und tiefe Traurigkeit.Jahre lang haben Karl-Heinz und ich darauf gewartet und gehofft, dass es einmal an Heilig Abend so viel geschneit hätte. Wir wollten immer schon von uns aus dann gemeinsam nach Osthofen auf den Friedhof laufen, dass wären drei bis vier Km. gewesen.Ehe wir zurück gelaufen wären, hätten wir uns erst bei Walter mit einem Kaffee aufgewärmt, dass hatten wir uns immer vorgenommen. Natürlich wärst auch du dabei gewesen kleines Engelchen, doch leider fehlte die ganzen Jahre der Schnee dazu.Leider bekamen wir diesen Wunsch nicht mehr erfüllt.Nun in diesem Jahr 2010 hatten wir den gewünschten Schnee, doch leider war weder Karl-Heinz noch du bei uns.Und freuen konnten wir uns darüber auch nicht, denn es war alles zu spät und das tut sehr weh, weil wir euch so grenzenlos lieben und vermissen.

Counter